Leerstandsmelder zu Gast bei Azade

Mit einer Ausstellung zur Wohnsituation von Migrantinnen und Migranten machen die Besucherinnen des Interkulturellen Mädchentreffs Azade ihre Perspektiven zum Thema Wohnen in Bonn sichtbar. Über ein Jahr lang haben sie recherchiert, Interviews geführt, fotografiert und sich mit der Frage auseinandergesetzt, wie sie wohnen möchten und wie sie derzeit tatsächlich wohnen. Dabei entstanden Traumwohnungen und Bauruinen im Miniaturformat, aber auch Fotostorys und Collagen, die nun im Stadthaus zu sehen sind. Die Ausstellung fand im Foyer des Stadthauses statt.

Haus

Bei der Ausstellungseröffnung berichten die Mädchen und Eltern über die Projekthighlights und über ihre Erfahrungen rund um Leben und Wohnen in Bonn. Außerdem stellte Lea dort den Leerstandsmelder vor.

Die Suche nach einer bezahlbaren Wohnung ist gerade für Migrantinnen und Migranten oft aussichtslos. Auch Mängel wie Schimmel, defekte Heizungen oder fehlendes Warmwasser sind Gegenstand verschiedener Ausstellungsstücke. Die jungen Migrantinnen möchten nicht nur auf die schlechten Wohnbedingungen aufmerksam machen, sondern fordern auch eine Veränderung der Wohnungspolitik in Bonn.

BonnBunt unterstützt die Forderungen von Azade nach bezahlbarem Wohnraum für Alle! Dabei spielt Zentralität und das Recht auf Stadt für uns eine wichtige Rolle! Wir sind dankbar für die migrantischen Perspektiven auf Wohnen und Leben in Bonn, die uns auf blinde Flecken unserer eigenen Arbeit hingewiesen haben. Wir freuen uns auf weitere Vernetzung imm Spannungsfeld von Mangel an Wohnraum, Mangel an Raum für Kreativität und Gentrifizierung.

Kuchen
 "Angeschimmelter" Kuchen von den Azade-Girls gebacken und angeboten, in Anspielung auf die verschimmelten Wohnungen in denen sie und ihre Familien zum Teil leben müssen.

CATEGORIES : blog/ AUTHOR : Lea

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Leerstandskalender – Aktion

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